Bänderriss /-zerrung am Sprunggelenk – ist eine Operation notwendig?

Bänderriss /-zerrung am Sprunggelenk – ist eine Operation notwendig?

Das Sprunggelenk ist ein phantastisches Gelenk, da es sehr beweglich ist und uns daher jeglichen Bewegungsfreiraum lässt, den wir in unserer Fortbewegung, aber vor allem beim Sport benötigen. Das Sprunggelenk ist aber auch sehr anfällig auf Verletzungen beim Sport. Tatsächlich ist die Verstauchung / Zerrung der Bänder des Sprunggelenks eine der häufigsten Sportverletzungen überhaupt. Nach einer Verstauchung des Sprunggelenks kommt es zur Schwellung und Schmerzen, wobei die Schwellung unterschiedlich stark ausgeprägt und mit einem Bluterguss kombiniert sein kann.

Das Ausmaß von Bluterguss und Schwellung sind indirekte Zeichen der Schwere der Verletzung. Auf jeden Fall sollte bei einer Verletzung des Sprunggelenks ein Bruch des Knochens ausgeschlossen werden. Falls der Knochen am Sprunggelenk nicht verletzt ist, handelt es sich in den meisten Fällen um eine Zerrung oder Teileinriss der Bänder am Sprunggelenk.

Im akuten Fall ist eine Operation bei Verletzung der Bänder am Sprunggelenk nach aktueller medizinischer Lehrmeinung nicht notwendig. Auf jeden Fall ist Schonung, die Kühlung mit Eis, die Behandlung mit einer speziellen Bandage und in weiterer Folge Physiotherapie zu empfehlen. Meist kommt es dadurch zum Ausheilen der Beschwerden.

Falls es zu wiederholten Verletzungen am Sprunggelenk oder zu fortdauernden Beschwerden nach einmaliger Verletzung im Sinne von Schmerzen, Schwellung und Instabilität kommt, muss in manchen Fällen eine Operation durchgeführt werden. Bei der Operation werden die gerissenen Bänder am Sprunggelenk wieder genäht. Nach der Operation folgt eine Gipsbehandlung und in weiterer Folge intensive Physiotherapie, um die Stabilität wiederherzustellen.

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