Sehnenerkrankungen und Fehlstellung
Achillessehne
Achilles Sehne: Riss / Tendinitis

Die Achilles Sehne kann entweder komplett oder teilweise reißen. Ein Teileinriss der Achilles Sehne passiert meist chronisch und ist auch unter dem Namen Tendinose oder Tendinitis bekannt. Die Behandlung des kompletten Risses der Achilles Sehne erfolgt meist chirurgisch mittels Sehnennaht und manchmal Sehnentransfer. Die Tendinitis / Tendinose der Achilles Sehne kann oft erfolgreich ohne chirurgische Maßnahmen geheilt werden, manchmal ist allerdings auch bei der Tendinitis eine Operation mit Sehnennaht erforderlich.
Achilles Sehnen Entzündung
Ähnlich einer Sehnenscheidenentzündung an anderen Sehnen kommt es bei der Achilles Sehne zu einer Entzündung des umgebenden Gewebes, wobei die Sehne selbst nicht geschädigt wird. In der medizinischen Fachsprache wird diese Entzündung als Paratendinitis bezeichnet. Diese Entzündung lässt sich erfolgreich behandeln: Ruhigstellung, entzündungshemmende Medikation, physikalische Therapie.
Achilles Sehnen Ansatz

Die Achilles Sehne ist mit dem oberen Teil der Ferse verwachsen – man bezeichnet dies als Ansatz der Achilles Sehne. Der Ansatz der Achilles Sehne an der Ferse kann bei Verkalkungen, Teileinrissen oder einem Überbein an der Ferse (Haglund Ferse) schmerzhaft werden. Im Rahmen einer Operation werden das Überbein und die Verkalkungen entfernt, sowie die Sehne mit der Ferse wieder vernäht. Selten ist eine Verstärkung der Achilles Sehne durch eine andere Sehne notwendig.
Fersensporn / Plantarfasciitis
Der Fersensporn (im medizinischen Sprachgebrauch Plantarfasciitis) zeichnet sich durch seinen typischen Schmerz an der Ferse aus. Ausgelöst wird der Schmerz an der Ferse durch eine Reizung einer Sehnenplatte, welche von der Ferse bis zum Vorfuß reicht. In manchen Fällen kommt es an der Ferse zu Verkalkungen dieser Sehnenplatte, welche man am Röntgen dann als Fersensporn erkennt. Die Therapie der Schmerzen an der Ferse ist meist nicht chirurgisch (Einlagen, Physiotherapie). In wenigen Fällen ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, welchen ich minimal-invasiv endoskopisch durchführe.

Plattfuss

Beim Plattfuss kommt es zu einem sukzessiven Einsinken des Fußlängsgewölbes. Schmerzen im Fuss verursacht der Plattfuss meist im Erwachsenenalter und nur selten im Kindes- und Jugendalter. Abhängig von den Schmerzen und dem Grad der Fehlstellung beginnt die Therapie des Plattfusses mit Einlagen und Physiotherapie. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Fehlstellung durch chirurgische Eingriffe an Knochen und Sehnen behoben werden.
Hohlfuß
Das Charakteristikum des Hohlfußes ist sein hohes Fußgewölbe und meist die Fehlstellung der Ferse. Der Hohlfuß kann viele Ursachen haben: genetisch, neuromuskulär, nach einem Unfall oder nach einem Klumpfuß. Die nicht chirurgische Therapie umfasst Einlagen in milden Fällen oder orthopädische Schuhe in fortgeschrittenen Fällen. Manchmal ist auch ein rekonstruktiver chirurgischer Eingriff notwendig.
Klumpfuß
Der Klumpfuß ist eine angeborene Deformität des Fußes, wobei der Fuß nach innen rotiert erscheint. Der Klumpfuß wird schon bei der Geburt diagnostiziert und kann im Babyalter ausgezeichnet therapiert werden. In wenigen Fällen kommt es im Jugendalter oder Erwachsenenalter zu Beschwerden.